Introvertiert und selbstständig? Deine 7 leisen Superkräfte

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„Bin ich eigentlich zu leise für die Selbstständigkeit?“

Diese Frage habe ich mir am Anfang oft gestellt. Ich wollte extrovertierter sein. Eine Annika, die auf jedem Netzwerktreffen mühelos Kontakte knüpft und einen Auftrag nach dem anderen an Land zieht.

Heute weiß ich: Das war der falsche Plan.

Denn wenn du als Introvertierte deine ganze Energie darauf verwendest, dich wie eine Extrovertierte zu verhalten, geht dir irgendwann die Kraft aus. Nutzt du dagegen deine echten Stärken, hast du alles, was du für eine erfolgreiche Selbstständigkeit brauchst.

Und davon haben wir Introvertierten jede Menge.

Moment, was ist Introversion eigentlich?

Bevor wir zu deinen Stärken kommen, ein kurzer Blick hinter die Kulissen. Denn über Introversion halten sich ein paar hartnäckige Irrtümer.

Erster Irrtum: Introversion ist dasselbe wie Schüchternheit. Ist es nicht. Schüchternheit ist die Angst vor negativer Bewertung, also die Sorge, abgelehnt zu werden. Introversion dagegen ist einfach eine Vorliebe für ruhige, reizarme Umgebungen. Du kannst introvertiert und gleichzeitig völlig selbstbewusst sein. Bill Gates gilt als klassisches Beispiel: introvertiert, aber alles andere als schüchtern.

Zweiter Irrtum: man sollte sich das abtrainieren. Auch falsch. Forschende gehen davon aus, dass unsere Veranlagung etwa zur Hälfte in den Genen steckt. Introversion ist also kein Makel, den du wegüben musst, sondern Teil deiner Grundausstattung. Und du bist damit ziemlich sicher nicht allein: Je nach Studie zählen zwischen 30 und 50 Prozent der Menschen zu den Introvertierten.

Fun Fact: Unsere Gehirne arbeiten messbar anders. Extrovertierte brauchen viel Dopamin und damit Reize von außen, um sich gut zu fühlen. Wir Introvertierten reagieren empfindlicher darauf und tanken eher über Acetylcholin auf, einen Botenstoff, der bei Ruhe, Konzentration und Nachdenken ausgeschüttet wird.

Kurz gesagt: Stille ist für dich kein Rückzug. Sie ist dein Ladekabel.

(Wenn du tiefer einsteigen willst: Susan Cains Buch „Still“ ist der Klassiker zum Thema und macht richtig Mut.)

Mit diesem Wissen im Rücken schauen wir uns jetzt deine 7 leisen Superkräfte an. Los geht’s:

1. Du hörst richtig zu

Dein Gegenüber macht eine Pause, und du fühlst nicht den Drang, sie sofort zu füllen. Du wartest einfach. Und genau in dieser Stille kommt dann oft der wichtigste Satz.

Während andere reden, hörst du zu. Klingt unspektakulär, ist aber Gold wert.

Denn um einen Auftrag wirklich gut zu machen, musst du erst verstehen, was deine Kundschaft sich überhaupt wünscht. Und das ist oft nicht das, was sie im ersten Satz sagt. Wer es aushält, nicht jede Pause zuzureden, hört auch das Zögern dazwischen und die eigentliche Sorge hinter der Frage. Genau da entsteht beim Gegenüber das Gefühl: „Die hat mich verstanden.“

Mein Tipp: Stell viele offene Fragen und nimm dir ruhig einen Moment, um deine Gedanken zu sortieren. Mir helfen Fragenlisten, die ich im Kennenlerncall nacheinander durchgehe. So übernehme ich ganz entspannt die Gesprächsführung, ohne mich verbiegen zu müssen. Und meine Gesprächspartnerin fühlt sich gesehen, nicht abgefertigt.

2. Du arbeitest fokussiert

Stundenlang an einer Sache sitzen, die Zeit vergessen, und plötzlich ist es draußen dunkel. Kennst du das?

Was sich manchmal fast unheimlich anfühlt, ist eine deiner größten Stärken. Während Extrovertierte gern auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen, kannst du dich in eine einzige Aufgabe versenken, bis sie richtig gut ist.

Dieser Flow ist purer Treibstoff für deine Produktivität. Einen Blogartikel schreiben, eine Verkaufsseite durchdenken, ein Angebot sauber aufsetzen: Genau die Arbeiten, die dein Business nach vorn bringen, brauchen diese Tiefe.

Sorg nur dafür, dass dich nichts rausreißt. Ich habe feste Zeiten, zu denen ich meine E-Mails checke. Den Rest des Tages bleibt das Postfach zu. Sonst ist der Flow weg, bevor er richtig da war.

3. Du läufst nicht jedem Trend hinterher

Schon wieder eine neue Plattform, die du angeblich unbedingt brauchst. Schon wieder der eine Funnel-Hack, den jetzt alle machen. Und du fragst dich: Verpasse ich gerade den Anschluss?

Spoiler: tust du nicht.

Weil Extrovertierte stärker auf Belohnung von außen anspringen, reizt sie jeder neue Trend und jedes schnelle High. Du tickst anders. Du springst nicht auf jeden Zug auf, sondern überlegst erst: Passt das überhaupt zu mir und meinem Business?

Im Online-Business, wo gefühlt jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, ist das eine echte Superkraft. Andere stecken ihre Energie und ihr Geld in zehn halbe Sachen. Du baust in Ruhe an der einen Strategie, die wirklich trägt. Und genau diese Beständigkeit ist es, die am Ende gewinnt.

4. Du gehst in die Tiefe

In der Schule waren meine mündlichen Noten mies. Nicht aus Faulheit, sondern weil ich meine Antworten viel zu lange durchdacht habe. Die perfekte Antwort fiel mir oft erst auf dem Heimweg ein. Kommt dir das bekannt vor?

Das hat einen handfesten biologischen Grund. Bei uns Introvertierten nehmen Denkprozesse einen längeren, verschlungeneren Weg durchs Gehirn, vor allem durch die Areale für Planung, Erinnerung und Problemlösung. Man könnte sagen: Wir haben die etwas längere Leitung. Klingt nach Nachteil, ist aber genau der Grund, warum unsere Antworten so durchdacht ausfallen.

Im Business heißt das: Du überlegst zweimal, bevor du etwas versprichst. Du findest die Fehler, die andere übersehen, und denkst Prozesse zu Ende, an denen andere achtlos vorbeilaufen.

Und genau das baut deinen Expertenstatus auf.

5. Du schreibst gern

Das Telefon klingelt, und dein erster Impuls ist: bitte nicht jetzt. Lieber schreibst du eine durchdachte Nachricht, in der wirklich alles drinsteht.

Damit bist du nicht kompliziert. Du bist die perfekte Bloggerin.

Die meisten Introvertierten telefonieren ungern, weil wir lieber in Ruhe nachdenken, statt sofort die perfekte Antwort aus dem Ärmel zu schütteln. Dafür lieben wir das geschriebene Wort. Und genau das ist im Online-Business ein Riesenvorteil.

Statt auf dem Netzwerktreffen leise in der Ecke zu stehen, zeigst du deine Expertise da, wo du dich wohlfühlst: in Blogartikeln und in deinem Newsletter. Viele meiner Kundinnen sind genau so auf mich aufmerksam geworden, über einen einzigen Blogartikel, den sie abends auf dem Sofa gelesen haben.

Warum sich das wirklich lohnt, liest du in meinem Blogartikel „Warum sich ein Blog für deine Website wirklich lohnt“. Und wenn du direkt loslegen willst, helfen dir meine Artikel „So schreibst du einen grandiosen Blogartikel“ und „SEO-Tipps für deine Blogartikel“ weiter.

6. Alleinsein zieht dich nicht runter, es lädt dich auf

Nach einem vollen Tag mit lauter Menschen brauchst du erst mal einen Abend für dich allein, um wieder bei dir anzukommen. Deine extrovertierte Freundin ruft danach noch schnell drei Leute an.

„Ist das nicht furchtbar einsam?“, wurde ich oft gefragt, als ich nur im Homeoffice gearbeitet habe.

Ehrlich? Ich habe meine Ruhe geliebt.

Erinnerst du dich an das Acetylcholin von vorhin? Genau das ist der Grund. Dein Akku lädt in der Stille auf, nicht im Trubel. In der Solo-Selbstständigkeit verbringst du viele Stunden allein am Schreibtisch. Und während andere genau daran verzweifeln, blühst du auf. Was für viele eine Hürde ist, ist für dich der natürliche Zustand.

7. Du brauchst kein Rampenlicht

„Du musst sichtbarer werden. Mehr posten, mehr zeigen, mehr von dir.“ Diesen Rat hast du bestimmt schon gehört. Und jedes Mal zieht sich in dir etwas zusammen.

Hier die gute Nachricht: Du musst gar nicht ins Rampenlicht.

Extrovertierte ziehen viel Energie aus Applaus und Bestätigung von außen. Bei dir läuft das anders. Du bist weniger darauf angewiesen, gesehen und beklatscht zu werden, und kannst deshalb einfach richtig gute Arbeit machen, ohne ständig auf eine Bühne zu müssen.

Für dein Marketing heißt das: Du überzeugst über Substanz, nicht über Lautstärke. Über hilfreiche Inhalte, ein durchdachtes Angebot und eine Website, die für dich spricht, auch dann, wenn du selbst gerade gar nicht sichtbar bist. Und das ist nicht der zweitbeste Weg für die Leisen. Das ist ein richtig guter Weg.

Fazit: Deine leise Art ist kein Nachteil

Egal ob introvertiert oder extrovertiert: Wir alle haben Stärken und Schwächen. Über deinen Erfolg entscheidet nicht, auf welcher Seite du stehst, sondern wie du damit umgehst.

Hör also auf, gegen deine eigene Natur anzukämpfen. Bau dir stattdessen ein Business, das zu dir passt. Eines, in dem du nicht ständig über deinen eigenen Schatten springen musst. Wie du deine Persönlichkeit dabei zu deiner größten Stärke auf der Website machst, liest du in meinem Blogartikel „Deine Persönlichkeit: die Geheimwaffe deiner Website!“.

So wie du bist, bist du genau richtig.

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Wer schreibt hier?

Annika Gievers

Mein Spezialgebiet sind strategische WordPress Websites, die Besucher in Kunden verwandeln. In den letzten Jahren haben sich über 1000 Frauen mit meiner Hilfe ihre eigene strategische Website erstellt. Und genau das schaffst du auch! Hier erfährst du mehr über mich und meine Angebote.