Keyword-Recherche: So startest du deine SEO-Reise

keyword recherche

Du hast einen Blog auf deiner Website eingerichtet und die ersten Artikel stehen online. Ein paar Wochen sind vergangen und langsam wirst du ungeduldig. Wo bleiben sie denn, die ganzen Besucherinnen und Besucher, die du dir erhofft hast?

Bitte wirf jetzt nicht genervt das Handtuch.

Denn wenn die Blog Besucher ausbleiben, liegt das fast immer am selben Grund: Deine Artikel sind nicht für Suchmaschinen optimiert.

Damit dein Artikel bei Google auftaucht, brauchst du ein klares Signal: worum es geht und dass dein Beitrag es wert ist, angezeigt zu werden. Und genau dieses Signal beginnt mit der Keyword-Recherche. Die machst du am besten, bevor du den ersten Satz schreibst.

Was ist ein Keyword überhaupt?

Fangen wir ganz vorne an.

Ein Keyword ist nichts anderes als der Begriff oder die Wortkombination, die jemand in das Suchfeld einer Suchmaschine eingibt. In meinem Beispiel ist das gesuchte Keyword „meditieren lernen“.

keyword-recherche-google-keyword

Mehr steckt erstmal nicht dahinter. Spannend wird es bei der Frage, welche Art von Keyword du dir vornimmst. Denn nicht jedes Keyword ist für dich gleich gut geeignet.

Die 3 Keyword-Arten: Short-Tail, Mid-Tail, Long-Tail

Keywords lassen sich in drei Kategorien einteilen. Und die Kategorie entscheidet darüber, wie realistisch es ist, dass du dafür nach vorne kommst.

Short-Tail-Keyword

Ein Short-Tail-Keyword besteht aus einem einzigen Wort, zum Beispiel „Meditieren“. Das ist sehr unspezifisch und lässt keine Suchabsicht erkennen. Will die Person einen Kurs, eine Anleitung, ein Forum oder einfach eine Definition? Keine Ahnung. Genau deshalb lohnt es sich selten, deine Artikel auf Short-Tail-Keywords zu optimieren.

Mid-Tail-Keyword

Mid-Tail-Keywords sind etwas länger, meist zwei bis drei Wörter, zum Beispiel „meditieren lernen“. Die Suchabsicht ist schon klarer. Der Haken: Hier tummelt sich viel Konkurrenz. Vorne landen die Seiten, die Google längst bewiesen haben, dass ihre Inhalte relevant sind. Also Blogs, die seit Jahren regelmäßig veröffentlichen und viele Verlinkungen von anderen Websites gesammelt haben. Mit einer jungen Website brauchst du hier einen langen Atem, oder ein Keyword mit niedrigem Schwierigkeitsgrad.

Long-Tail-Keyword

Long-Tail-Keywords bestehen aus mehreren Wörtern, zum Beispiel „Meditationsübungen für Kinder“ oder „Yogakurs für Kinder in Bonn“. Sie sind sehr spezifisch und die Suchabsicht ist glasklar.

Und jetzt kommt das, was mich am Long-Tail so begeistert: Die meisten Menschen suchen genau so.

Über 90 Prozent aller Keywords werden im Schnitt nur zehnmal oder seltener pro Monat gesucht. Klingt nach wenig? Pro einzelnem Keyword ist es das auch. In der Summe machen diese spezifischen Suchen aber den größten Teil des gesamten Suchverkehrs aus.

Dazu kommt der eigentliche Clou: Wer so spezifisch sucht, weiß ziemlich genau, was er will. Deshalb konvertieren Long-Tail-Keywords im Schnitt rund 2,5-mal besser als kurze, allgemeine Begriffe. Heißt für dich: weniger, aber viel passendere Besucher. Und passende Besucher sind genau die, die am Ende bei dir buchen.

Als Anfängerin ist der Long-Tail also dein bester Freund.

Suchintention: Was will die suchende Person wirklich?

Jetzt kommen wir zu dem Teil, den die meisten überspringen. Schade eigentlich, denn er ist der wichtigste.

Hinter jedem Keyword steckt eine Absicht. Im SEO nennt sich das Suchintention. Die Frage dahinter: Was erwartet jemand, der diesen Begriff eingibt, tatsächlich zu finden?

Grob gibt es vier Arten:

Informativ: Die Person will etwas lernen oder verstehen. „Wie funktioniert Meditation“, „was ist Achtsamkeit“. Das sind die klassischen Blog-Themen, und mit Abstand die häufigste Kategorie: Rund 70 Prozent aller Suchanfragen fallen hierunter.

Navigierend: Die Person sucht eine ganz bestimmte Seite oder Marke, zum Beispiel „Headspace Login“.

Kommerziell: Die Person vergleicht und überlegt noch. „Bestes Meditationskissen“, „Yogakurs Erfahrungen“. Sie steht kurz vor einer Entscheidung.

Transaktional: Die Person will jetzt handeln. „Meditationskurs buchen“, „Yogamatte kaufen“.

Warum ist das so wichtig?

Weil dein Artikel genau die Erwartung treffen muss, die hinter dem Keyword steckt. Schreibst du einen ausführlichen Ratgeber, jemand sucht aber eigentlich nach einem Kaufangebot, springt er sofort wieder ab. Und Google merkt sich das.

Im Grunde fragst du dich hier dasselbe wie bei deiner idealen Kundin: Was braucht dieser Mensch gerade wirklich?

Mein Tipp: Den sichersten Hinweis auf die Suchintention bekommst du gratis. Gib dein Keyword einfach bei Google ein und schau dir an, was schon auf Seite eins steht. Lauter Ratgeber-Artikel? Dann ist die Absicht informativ und dein Blogartikel passt perfekt. Lauter Shop-Seiten? Dann hast du mit einem Blogartikel kaum eine Chance, egal wie gut er ist.

Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad: die zwei wichtigen Zahlen

Wenn du ein Keyword in ein Recherche-Tool eingibst, bekommst du jede Menge Zahlen. Zwei davon sind entscheidend.

1. Das Suchvolumen

Das Suchvolumen zeigt, wie oft ein Keyword pro Monat gesucht wird. Klar: Je höher das Volumen, desto mehr Klicks, wenn du vorne landest. Aber mach jetzt nicht den typischen Anfängerfehler und nimm einfach das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen. Denn da ist noch der zweite Wert.

2. Der Schwierigkeitsgrad

Der Schwierigkeitsgrad sagt dir, wie hart die Konkurrenz für ein Keyword ist. Die meisten Tools zeigen das als Ampel oder als Zahl von 0 bis 100.

Ein Beispiel:

Stell dir vor, du bist Yogalehrerin und baust dir gerade dein Online-Business auf. Du willst über Yoga schreiben und gibst „Yogaübungen“ ins Tool ein. In der Spalte „Search“ Siehst du das Suchvolumen. Ganze 43100 Anfragen im Monat. Verlockend, oder?

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Doch du bist clever und schaust genauer hin. „Yoga gegen Kopfschmerzen“ hat viel weniger Suchvolumen (nämlich 430 Anfragen pro Monat), dafür einen deutlich niedrigeren Schwierigkeitsgrad. Und eine glasklare Suchintention.

Genau dafür lohnt es sich zu optimieren. Denn was bringt dir das größte Keyword, wenn du damit unter ferner liefen landest? Nichts.

Lieber Platz eins für ein kleineres Keyword als Platz fünfzig für ein großes.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Genug Theorie. So sieht meine Keyword-Recherche in der Praxis aus.

Schritt 1: Sammle Ideen. Schreib auf, wonach deine Wunschkunden suchen könnten. Du kommst nicht weiter? Google liefert dir gratis Nachschub:

  • Google-Suchvorschläge: Tipp dein Thema ins Suchfeld und schau, was Google automatisch ergänzt. Das sind echte Suchanfragen.
  • „Nutzer fragen auch“: Diese Box mitten in den Suchergebnissen verrät dir die Fragen, die deine Zielgruppe wirklich stellt. Jede einzelne ist eine Artikelidee.
  • „Ähnliche Suchanfragen“: Ganz unten auf der Ergebnisseite. Zeigt dir, wonach Menschen nach ihrer ersten Suche weitersuchen.

Schritt 2: Prüfe Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad. Jetzt kommt das Recherche-Tool ins Spiel (dazu gleich mehr). Such dir das Keyword mit dem besten Verhältnis: ordentliches Volumen bei machbarem Schwierigkeitsgrad.

Schritt 3: Check die Suchintention. Keyword bei Google eingeben, Seite eins ansehen. Passt das Format zu dem, was du schreiben willst?

Schritt 4: Ein Keyword, ein Artikel. Leg pro Artikel genau ein Haupt-Keyword fest. Und nutze dasselbe Keyword nie für zwei verschiedene Artikel. Sonst machst du dir selbst Konkurrenz und Google weiß am Ende nicht, welche deiner Seiten es zeigen soll.

Welches Tool ich dafür nutze

Seit mein Fokus auf Content Marketing liegt, arbeite ich mit dem Mangools KWFinder. In der kostenlosen Variante kannst du dort fünf Keywords pro Tag analysieren. Weil das für eine saubere Recherche oft nicht reicht, habe ich den Basic-Plan abonniert.

Und was ist mit KI?

Gute Frage, denn das Suchverhalten verändert sich gerade.

Immer mehr Menschen suchen nicht nur bei Google, sondern fragen ChatGPT, Perplexity oder die KI-Antworten direkt in den Suchergebnissen. Und sie tippen dabei keine Stichworte mehr ein, sondern stellen ganze Fragen in normaler Sprache.

Heißt das, Keyword-Recherche ist tot? Im Gegenteil.

Denn diese ausformulierten Suchen sind im Grunde Long-Tail-Keywords in Reinform. Wer schon spezifisch und in echten Fragen denkt, ist hier klar im Vorteil. Und das Beste: Was für Google funktioniert, funktioniert auch für die KIs. Klare Struktur, ein eindeutiges Thema, eine Frage sauber beantwortet. Genau das, worum es bei guter Keyword-Recherche ohnehin geht.

Fazit

Klingt nach Arbeit? Mit dem richtigen Vorgehen ist es halb so wild. Und es lohnt sich gleich doppelt: Du bekommst mehr Traffic und ständig neue Themen Ideen, weil dir bei der Recherche laufend frische Begriffe über den Weg laufen.

Wenn dein Keyword steht, geht es ans Schreiben. Wie dein Artikel danach nicht nur gefunden, sondern auch gelesen und geteilt wird, zeige ich dir in „Blogartikel schreiben: So startest du ins Bloggen“. Und wie du den fertigen Text sauber für Google optimierst, liest du in „SEO-Tipps für deine Blogartikel“.

Du willst über Google und KIs gefunden werden?

Die richtige Keyword-Recherche ist ein wichtiger Baustein. Aber sie ist nur ein Teil des Bilds.

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Wer schreibt hier?

Annika Gievers

Mein Spezialgebiet sind strategische WordPress Websites, die Besucher in Kunden verwandeln. In den letzten Jahren haben sich über 1000 Frauen mit meiner Hilfe ihre eigene strategische Website erstellt. Und genau das schaffst du auch! Hier erfährst du mehr über mich und meine Angebote.