Website Videotraining fรผr 0โ‚ฌ: Wie du eine Website erstellst, die Besucher in Kunden verwandelt.

Vom Baukasten zu WordPress umziehen: so klappt es

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Du sitzt in deinem Wix- oder Jimdo-Dashboard und willst eigentlich nur noch eins: raus.

Raus aus dem Baukasten, der sich anfangs so leicht anfรผhlte und dir inzwischen stรคndig Grenzen zeigt. Hin zu einer eigenen WordPress-Website, die wirklich dir gehรถrt.

Und dann kommt die Bremse. Was passiert mit meiner Domain? Verliere ich meine Inhalte? Bin ich danach bei Google weg vom Fenster?

Diese Sorgen nehme ich dir jetzt. Ich zeige dir, was beim Umzug von einem Baukasten zu WordPress wirklich passiert, wie du deine Webadresse sicher mitnimmst und an welcher Stelle du kurz aufpassen solltest. Lass uns loslegen:

Die wichtigste Wahrheit zuerst: was beim Umzug wirklich passiert

Es gibt einen Mythos, der sich hartnรคckig hรคlt: dass man eine Wix- oder Jimdo-Seite einfach exportiert und bei WordPress wieder einlรคdt, so wie man eine Datei von einem Ordner in den anderen schiebt.

So funktioniert es leider nicht.

Baukรคsten wie Wix, Jimdo oder Squarespace sind geschlossene Systeme. Dein Design und deine Seitenstruktur stecken fest in der Welt des jeweiligen Anbieters. Einen sauberen Umzugskarton, der alles eins zu eins zu WordPress trรคgt, gibt es nicht.

Was du wirklich mitnimmst, ist deine Domain. Also deine Webadresse, unter der dich deine Kundinnen und Kunden finden. Die zieht mit um, und das ist der entscheidende Teil.

Deine Inhalte baust du in WordPress neu auf. Texte und Bilder kannst du natรผrlich รผbernehmen, du kopierst sie einfach. Das Design und die Struktur entstehen frisch.

Klingt erst mal nach mehr Arbeit. Ist aber dein grรถรŸter Vorteil. Denn genau hier bekommst du zum ersten Mal ein strategisches Fundament, statt im vorgefertigten Korsett des Baukastens zu sitzen. Du entscheidest, welche Seiten du brauchst, wie deine Startseite fรผhrt und wie ein Besucher bei dir Schritt fรผr Schritt zum Kunden wird.

Merke: Beim Wechsel zu WordPress nimmst du deine Adresse mit und gibst deiner Website ein neues, besseres Zuhause.

Bleibt deine alte Seite online, wรคhrend du baust?

Eine Frage solltest du dir vor dem Umzug beantworten: Ist deine jetzige Seite gerade aktiv im Einsatz und muss mรถglichst lange erreichbar bleiben?

Davon hรคngt ab, welchen Weg du gehst.

Wenn deine Seite ruhig ist (wenig Besucher, kein wichtiges Tagesgeschรคft, das daran hรคngt), ziehst du deine Domain direkt um und baust danach in Ruhe deine neue Website. Der einfachste und sauberste Weg, und fรผr die meisten der richtige.

Wenn deine Seite stark lรคuft und keinen Tag offline sein darf, baust du WordPress zuerst auf einer Platzhalter-Adresse auf. Die bekommst du bei deinem neuen Hoster automatisch dazu. So werkelst du im Hintergrund an der neuen Seite, wรคhrend die alte online bleibt, und schaltest die Domain erst ganz am Ende um.

Mein Tipp: Fรผr die meisten Selbststรคndigen mit einer รผberschaubaren Website ist der direkte Domainumzug der entspannteste Weg. Ich gehe ihn hier als Hauptweg durch und sage dir am Ende, was beim vorsichtigen Weg anders lรคuft.

Schritt fรผr Schritt: deine Domain von Wix, Jimdo oder Squarespace umziehen

Jetzt wird es konkret. Der Domainumzug lรคuft bei allen Anbietern nach demselben Muster, nur die Knรถpfe heiรŸen woanders anders. Ich gehe es mit dir durch.

Schritt 1: Prรผfe die 60-Tage-Sperre

Eine Domain lรคsst sich nicht umziehen, wenn sie in den letzten 60 Tagen erst registriert oder schon einmal umgezogen wurde. Das ist eine Schutzregel der ICANN, der Organisation hinter dem Domain-System, und sie gilt รผberall gleich.

Auch wenn du kรผrzlich die Inhaberdaten deiner Domain geรคndert hast, kann diese 60-Tage-Sperre greifen.

HeiรŸt fรผr dich: Hast du deine Domain schon lรคnger, kannst du sofort loslegen. Ist sie noch ganz frisch, wartest du, bis die 60 Tage um sind.

Schritt 2: Hol dir den Auth-Code bei deinem Anbieter

Der Auth-Code (auch EPP-Code oder AuthInfo-Code genannt) ist eine Art Passwort fรผr deine Domain. Nur damit kann dein neuer Hoster den Umzug starten. So ist sichergestellt, dass wirklich nur du als Inhaberin deine Domain bewegen darfst.

Wo du ihn bekommst:

Bei Wix: Geh in deinem Wix-Konto oben rechts รผber dein Profil auf Domains, wรคhl deine Domain und dann den erweiterten Bereich zum Wegtransferieren. Wix schickt dir den Code anschlieรŸend per E-Mail, das kann bis zu 24 Stunden dauern. Hier ist die offizielle Anleitung von Wix.

Bei Jimdo: Log dich ein, geh im Menรผ auf Domains und E-Mails, dann auf Domains, klick deine Domain an und auf Transfercode anfordern. Den Code schickt Jimdo an die hinterlegte Admin-Adresse deiner Domain. Hier ist die Anleitung von Jimdo.

Bei Squarespace: Geh in der Domainverwaltung auf deine Domain, schalte den Domain-Lock aus und klick auf Request transfer code. Hier ist die Anleitung von Squarespace (nur auf Englisch).

Bei anderen Anbietern: Such in der Domainverwaltung nach einem Punkt wie Transfer, Domain entsperren oder Auth-Code anfordern. Findest du nichts, hilft eine kurze Mail an den Support deines Anbieters.

Wichtig: Bei manchen Anbietern musst du die Domain vorher entsperren (den sogenannten Registrar Lock deaktivieren) und den WHOIS-Datenschutz kurz ausschalten, damit der Code รผberhaupt erzeugt wird.

Schritt 3: Buche dein Hosting und trag die Domain ein

Jetzt holst du dir dein neues „Zuhause“ fรผr WordPress. Du brauchst dafรผr Webhosting mit Speicherplatz und am besten gleich ein E-Mail-Postfach. Ich arbeite seit Jahren mit Alfahosting und empfehle das Paket Multi XL v3, da ist alles dabei und WordPress installierst du per Ein-Klick in wenigen Minuten.

Im Buchungsprozess kommst du an den Punkt, an dem du deine Domain eintrรคgst. Dort gibst du deine bestehende Adresse ein, und der Hoster fragt direkt nach dem Auth-Code. Den fรผgst du ein, und deine Domain wird mit umgezogen.

Schritt 4: Warte etwa 48 Stunden

Nach dem Eintragen heiรŸt es kurz Geduld haben. Der Umzug lรคuft jetzt automatisch im Hintergrund, und das dauert รผblicherweise ein bis zwei Tage. Plane also rund 48 Stunden ein, bevor du WordPress installierst.

Falls deine Seite online bleiben muss

Du erinnerst dich an den vorsichtigen Weg von oben? Dann drehst du die Reihenfolge um. Du buchst dein Hosting, nutzt aber erst mal die Platzhalter-Adresse, die dir dein Hoster automatisch mitgibt, und baust dort deine komplette WordPress-Seite auf. Deine alte Seite bleibt so lange ganz normal online.

Auf der Platzhalter-Adresse gibt es nur eine Einschrรคnkung: das SSL-Zertifikat (das kleine Schloss in der Adresszeile) funktioniert dort noch nicht richtig. Das ist vรถllig normal und gehรถrt zu den letzten Handgriffen, die jetzt kommen.

Und so lรคuft der Wechsel am Ende. Keine Sorge, es klingt nach mehr, als es ist:

  1. Domain umziehen. Hol dir den Auth-Code bei deinem Baukasten-Anbieter und zieh deine Domain zu deinem neuen Hoster um, genau wie in Schritt 2 bis 4 weiter oben. Den Ablauf kennst du schon.
  2. Die Adresse in WordPress umstellen. Unter Einstellungen, dann Allgemein, trรคgst du bei WordPress-Adresse und Website-Adresse deine echte Domain ein, jeweils mit https davor. Achtung: Danach ist deine Seite erstmal nicht mehr erreichbar, bis der folgende Schritt abgeschlossen ist:
  3. Domain mit deinem Webspace verbinden. Im Kundenbereich deines Hosters weist du die umgezogene Domain dem Ordner zu, in dem deine neue WordPress-Seite liegt. Wenn du dir unsicher bist, macht das der Support deines Hosters in wenigen Minuten fรผr dich.
  4. Die alte Platzhalter-Adresse austauschen. Das ist der Schritt, den die meisten Anleitungen verschweigen und an dem es sonst hakt. Deine Seite hat die alte Adresse noch an vielen Stellen gespeichert, vor allem in deinem Elementor-Design. Lรคsst du sie stehen, fehlen plรถtzlich Bilder oder das Layout verrutscht. In Elementor gibt es dafรผr ein eigenes Tool: Geh in Elementor auf Werkzeuge, dann auf den Reiter „URL ersetzen“, trag links die alte Platzhalter-Adresse und rechts deine echte Domain ein und klick auf ersetzen. Gleich daneben unter „Dateien und Daten neu generieren“ frischst du anschlieรŸend das Design auf.
  5. Aufrรคumen. Leer einmal den Cache (falls du ein Cache-Plugin nutzt) und ruf deine Seite frisch auf, am besten in einem privaten Browserfenster, damit du nicht aus Versehen die alte Version angezeigt bekommst.

Und das SSL? Die meisten Hoster geben dir ein kostenloses SSL-Zertifikat รผber Let’s Encrypt, das du mit wenigen Klicks im Kundenbereich aktivierst (bei Alfahosting ist es ab dem Multi XL Paket dabei).

Mein ehrlicher Tipp: Wenn deine Seite nicht zwingend jede Minute erreichbar sein muss, spar dir diesen Tanz und nimm den direkten Weg von ganz oben. Dann baust du gleich auf deiner echten Domain und der ganze Umzug am Ende fรคllt weg. Der vorsichtige Weg lohnt sich wirklich nur, wenn du auf laufenden Traffic angewiesen bist.

Was du beim Umzug nicht vergessen darfst

Damit der Wechsel rund lรคuft, behalt diese Punkte im Blick:

Deine E-Mail-Postfรคcher. E-Mail-Adressen, die an deine Domain hรคngen (also zum Beispiel hallo@deinedomain.de), ziehen beim Domaintransfer nicht automatisch mit. Sichere dir wichtige alte Nachrichten und richte deine Adressen beim neuen Hoster neu ein. Bei den meisten Hostern ist ein Postfach im Paket schon dabei, so auch bei Alfahosting.

Deine Weiterleitungen. Wenn sich Adressen einzelner Unterseiten รคndern, richtest du Weiterleitungen ein (sogenannte 301-Weiterleitungen), damit Besucher und Google bei den neuen Seiten landen und deine bisherigen Rankings nicht ins Leere laufen. Nutze dafรผr zum Beispiel das kostenlose WordPress Plugin „Redirection“.

Deine Rechtstexte. Impressum und Datenschutzerklรคrung gehรถren auch auf die neue Seite. Ein Punkt, der gern vergessen wird und trotzdem dazugehรถrt.

Dein Backup und dein SSL. Sobald die neue Seite steht, mach ein Backup und prรผf, ob das SSL-Zertifikat aktiv ist, also ob das Schloss in der Adresszeile sitzt.

Dein Weg aus dem Baukasten

Der Umzug von einem Baukasten zu WordPress ist machbarer, als er sich anfรผhlt. Du nimmst deine Domain mit, baust deine Seite auf einem freien, eigenen Fundament neu auf und bist danach an keinen Anbieter mehr gebunden. Deine Website gehรถrt dann wirklich dir.

Und wenn beim Umzug doch eine Frage auftaucht, sag gern Bescheid.

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Wer schreibt hier?

Annika Gievers

Mein Spezialgebiet sind strategische WordPress Websites, die Besucher in Kunden verwandeln. In den letzten Jahren haben sich รผber 1000 Frauen mit meiner Hilfe ihre eigene strategische Website erstellt. Und genau das schaffst du auch! Hier erfรคhrst du mehr รผber mich und meine Angebote.